In Den Guten Alten Zeiten

Franz Josef Degenhardt

  • Bbm
  • C#
    4
  • F
  • F#
  • G#
Tom:
Bbm (4x) [Verse]
Bbm F# G# C# G# F# F Dort im Südrandkrater, hinten an der Zwischenkieferwand,
Bbm F# G# C# G# F# F wo im letzten Jahre noch das Pärchen Brennesseln stand,
F# C# wo es immer, wenn der Mond sich überschlägt, so gellend lacht,
F drüben haust in einem Panzer aus der allerletzten Schlacht
C# G# jener Kerl mit lauter Haaren auf dem Kopf und im Gesicht,
C# G# zu dem, wenn es Neumond ist, unser ganzer Stamm hinkriecht.
F# F Jener schlägt ein Instrument aus hohlem Holz und Stacheldraht
F# G# C# G# und erzählt dazu, was früher sich hier zugetragen hat [Chorus]
F# F Bbm in den guten alten Zeiten
F# G# C# G# F# F Bbm G# F# F Bbm G# F# F in den guten alten Zeiahahahahaheiten. [Verse]
Bbm F# G# C# G# F# F Damals wuchsen fette Pflanzen überall am Wegesrand,
Bbm F# G# C# G# F# F doch sie abzufressen galt als äußerst unfein in dem Land.
F# C# Man verzehrte Artgenossen, selbst das liebenswerte Schwein,
F doch die aufrecht gehen konnten, fraß man nicht, man grub sie ein.
C# G# Manchmal durfte man nicht töten, manchmal wieder mußte man.
C# G# Ganz Genaues weiß man nicht mehr, aber irgendwas ist dran.
F# F Denn wer Tausende verbrannte, der bekam den Ehrensold,
F# G# C# G# doch erschlug einen einzlnen, hat der Henker ihn geholt [Chorus]
F# F Bbm in den guten alten Zeiten
F# G# C# G# F# F Bbm G# F# F Bbm G# F# F in den guten alten Zeiahahahahaheiten. [Verse]
Bbm F# G# C# G# F# F Wenn ein Kind ganz nackt und lachend unter einer Dusche stand,
Bbm F# G# C# G# F# F dann bekam es zur Bestrafung alle Haaren abgebrannt.
F# C# Doch wars artig, hats zum Beispiel einen Panzer gut gelenkt,
F dann bekam es zur Belohnung um den Hals ein Kreuz gehängt.
C# G# Man zerschlug ein Kind, wenn es die Füße vom Klaver zerbiß,
C# G# doch man lachte, wenns dem Nachbarkind ein Ohr vom Kopfe riß.
F# F Blutge Löcher in den Köpfen zeigte man den Knaben gern,
F# G# C# G# doch von jenem Loch der Löcher hielt man sie mit Hieben fern [Chorus]
F# F Bbm in den guten alten Zeiten
F# G# C# G# F# F Bbm G# F# F Bbm G# F# F in den guten alten Zeiahahahahaheiten. [Verse]
Bbm F# G# C# G# F# F Alle glaubten an den unsichtbaren gleichen Manitu,
Bbm F# G# C# G# F# F doch der Streit darüber, wie er aussah, ließ sie nicht in Ruh.
F# C# Jene malten ihn ganz weiß und andre schwarz oder gar rot,
F und von Zeit zu Zeit, da schlugen sie sich deshalb einfach tot.
C# G# Ob die Hand ganz rot von Blut war und die Weste schwarz von Dreck,
C# G# das war gleich, wenn nur die Haut ganz weiß war, ohne jeden Fleck.
F# F Und den Mischer zweier Farben federte und teerte man
F# G# C# G# oder drohte ihm für nach dem Tode Feuerqualen an [Chorus]
F# F Bbm in den guten alten Zeiten
F# G# C# G# F# F Bbm G# F# F Bbm G# F# F in den guten alten Zeiahahahahaheiten.
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