Herr Von Ribbeck Auf Ribbeck Im Havelland

Achim Reichel

  • A
  • B
  • D
  • E
Tom:
D Ein Birnbaum in seinem Garten stand
B Und kam die goldene Herbsteszeit
E Und die Birnen leuchteten weit und breit
A Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl
D Der von Ribbeck sich beide Taschen voll
B Und kam in Pantinen ein Junge daher
E So rief er: "Junge, wiste 'ne Beer?" D N.C. A N.C. Und kam ein Mädel, so rief er: "Lütt Dern E N.C. A Kumm man röwer, ick hebb 'ne Bern!" [Verse 2]
A So ging es viel Jahre, bis lobesam
D Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam
B Er fühlte sein Ende, 's war Herbsteszeit
E Wieder lachten die Birnen weit und breit
A Da sagte von Ribbeck: "Ich scheide nun ab €“
D Legt mir eine Birne mit ins Grab!"
B Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus
E Trugen von Ribbeck sie hinaus D N.C. A N.C. Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht E N.C. Sangen "Jesus meine Zuversicht" D N.C. A N.C. Und die Kinder klagten, das Herze schwer: E N.C. A "He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?" [Verse 3]
A So klagten die Kinder. Das war nicht recht €“
D Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht!
B Der Neue freilich, der knausert und spart
E Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt €“
A Aber der Alte, vorahnend schon
D Und voll Misstraun gegen den eigenen Sohn
B Der wusste genau, was damals er tat
E Als um eine Birn' ins Grab er bat! D N.C. A N.C. Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus E N.C. E A Ein BirnbaumsprössŸling spross heraus! [Verse 4]
A Und die Jahre gingen wohl auf und ab€“
D Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab
B Und in der goldenen Herbsteszeit
E Leuchtet's wieder weit und breit
A Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her
D So flüstert's im Baume: "Wiste 'ne Beer?"
B Und kommt ein Mädel, so flüstert's: "Lütt Dern
E Kumm man röwer, ick gew di 'ne Bern!" D N.C. A N.C. So spendet Segen noch immer die Hand E N.C. E A Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland!
Informações da música

Composição: Clemens Clemenzone e Theodor Fontane

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