D Ein Birnbaum in seinem Garten standB Und kam die goldene HerbsteszeitE Und die Birnen leuchteten weit und breitA Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme schollD Der von Ribbeck sich beide Taschen vollB Und kam in Pantinen ein Junge daherE So rief er: "Junge, wiste 'ne Beer?" D N.C. A N.C. Und kam ein Mädel, so rief er: "Lütt Dern E N.C. A Kumm man röwer, ick hebb 'ne Bern!" [Verse 2]A So ging es viel Jahre, bis lobesamD Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kamB Er fühlte sein Ende, 's war HerbsteszeitE Wieder lachten die Birnen weit und breitA Da sagte von Ribbeck: "Ich scheide nun ab D Legt mir eine Birne mit ins Grab!"B Und drei Tage drauf, aus dem DoppeldachhausE Trugen von Ribbeck sie hinaus D N.C. A N.C. Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht E N.C. Sangen "Jesus meine Zuversicht" D N.C. A N.C. Und die Kinder klagten, das Herze schwer: E N.C. A "He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?" [Verse 3]A So klagten die Kinder. Das war nicht recht D Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht!B Der Neue freilich, der knausert und spartE Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt A Aber der Alte, vorahnend schonD Und voll Misstraun gegen den eigenen SohnB Der wusste genau, was damals er tatE Als um eine Birn' ins Grab er bat! D N.C. A N.C. Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus E N.C. E A Ein Birnbaumsprössling spross heraus! [Verse 4]A Und die Jahre gingen wohl auf und abD Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem GrabB Und in der goldenen HerbsteszeitE Leuchtet's wieder weit und breitA Und kommt ein Jung' übern Kirchhof herD So flüstert's im Baume: "Wiste 'ne Beer?"B Und kommt ein Mädel, so flüstert's: "Lütt DernE Kumm man röwer, ick gew di 'ne Bern!" D N.C. A N.C. So spendet Segen noch immer die Hand E N.C. E A Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland!
Herr Von Ribbeck Auf Ribbeck Im Havelland
Achim Reichel
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Tom: